Schloss Weesenstein

Ein Felsenschloss steht Kopf
  • Der Schlossbesitzer Johann Jakob von Uckermann liebte ein Dresdner Zimmermädchen… und heiratete es. Letzteres war damals ein Skandal. Sie bekamen zusammen zwölf Kinder.
  • Der Abenteuerschriftsteller Karl May schrieb nach einem Schlossbesuch folgenden Kartengruß: „Im alten Schloss zu Weesenstein, da solls des Nachts sehr finster sein. Warum so finster grad bei Nacht? Das hat man nicht heraus gebracht.“ 
  • Eine Weesensteiner Schulklasse servierte den Mitgliedern der Deutschen Burgenlandfahrt 1914 ein zünftiges Frühstück im Park. Sie wurden dafür mit Perücken und Schürzen eingekleidet.
  • Während des Zweiten Weltkrieges lagerten im Schloss tausende Weinflaschen. Aus Angst vor den „Russen“ sollte der Wein in die Müglitz geschüttet werden. Das brachte die Schlossverwaltung nicht übers Herz und gab ihn zu „billigem Preis“ an die Bevölkerung ab.
  • Viele Künstler zeichneten und malten Weesenstein. Auch der große William Turner. Die Skizzen verwahrt heute die Londoner Tate Gallery.

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Portrait Birgit Finger Dr. Birgit Finger


035027 62626
birgit.finger(at) schloesserland-sachsen.de

Schloss Weesenstein – das verrückte Schloss! Hier scheint einiges auf dem Kopf zu stehen. Über 800 Jahre wurde gebaut und das von oben nach unten. Im Mittelalter begann man ganz oben auf dem Felsen eine Höhenburg zu errichten. Über die Jahrhunderte wurde scheibenweise nach unten gebaut – bis man schließlich mit dem Wintergarten am Fuße des Schlossberges ankam. So befinden sich die Keller über den Salons und der Pferdestall im fünften Stock. Jede Besitzerfamilie trug etwas zu dem vielteiligen Gebäudeensemble bei.
Auf die Burggrafen von Dohna gehen die ältesten Bauteile in der mittelalterlichen Burg zurück. Später lebten die von Bünaus über zwölf Generationen hier. Ihr Wappen ziert noch heute das Weesensteiner Schlosstor. Sie ergänzten eine barocke Schlosskapelle und prachtvolle Räume wie den sogenannten Knappensaal oder den Ledertapetensaal. Die Uckermanns, die das Schloss 1772 kauften, ließen die Panoramatapete „Chinesische Prozession“ anbringen, Öfen im Unterschloss aufstellen und einen klassizistischen Wintergarten bauen. Ab 1830 bis zur Abdankung des Königs 1918 bewohnte die sächsische Königsfamilie das Schloss. König Johann ließ Teile des Schlosses im historistischen Stil umgestalten und einige weitere Modernisierungen vornehmen. 1934 erwarb der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. Schloss Weesenstein und machte es der Öffentlichkeit als Schlossmuseum zugänglich.

 


Letzte Änderung: 01.09.2020

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