Klimawandel in historischen Gärten
Auswirkungen Handlungsfelder MaßnahmenWie die Auswirkungen des Klimawandels vor unserer Nase sichtbar werden
Jahr für Jahr steigt die Zahl der durch die Trockenheit in der Vegetationsperiode geschädigten Bäume. Wassermangel durch ausbleibenden Regen und lange Hitzeperioden setzen Bäume unter enormen Stress. Dies betrifft auch historische Parkanlagen wie z. B. den Großen Garten in Dresden oder den Schlosspark Pillnitz. Wenn nicht gehandelt wird, droht der Verlust der historischen Gärten als Kulturdenkmal, Erholungs- und Begegnungsort, als Ökosystem und wichtiger Klimafaktor in der Stadt.
Das sich beschleunigende Sterben der Bäume hinzunehmen, ist keine Option: Handeln ist angesagt! Aber was kann getan werden? Im Projekt „Klimawandel in historischen Gärten“ wurden von 2022 bis 2025 verschiedene Maßnahmen und konkrete Gegeninstrumente untersucht, ausgewertet und umgesetzt.
Unsere Aufgabe ist, die Bilder der Parks & Gärten für kommende Generationen zu bewahren. Der Klimawandel zwingt uns, hunderte Jahre praktizierte gärtnerische Pflege & die Substanz der Anlagen selbst an die sich rasant wandelnden Bedingungen anzupassen.
Boden-Wasser-Baum
Ein untrennbarer Dreiklang
Wie es den Bäumen geht, sehen wir, wenn wir mit wachem Blick durch unsere Umwelt laufen. Was aber kaum Beachtung findet, ist nicht etwa versteckt, sondern liegt unter unseren Füßen: der Boden. Und über allem steht die Weisheit: Ohne Wasser kein Leben. Diese drei untrennbaren Bereiche und wie wir unseren Gehölzen in Zeiten des Klimawandels helfen können, wurden im Modul Boden-Wasser-Baum erforscht.


Robotik
Die Zukunft beginnt jetzt
Es gibt einige Arbeiten, die nicht besonders gern erledigt werden. Oder sie sind körperlich sehr anstrengend. Im Modul Robotik untersuchten wir, wie unsere Gärtner optimal unterstützt werden können. Mit unseren Projektpartnern, dem Technischen Design der TU-Dresden und dem Barkhausen-Institut, entwickelten wir bis Ende 2025 zwei identische robotische Prototypen.
Wir erhalten Gartendenkmale
Als wichtige Kulturdenkmale stehen historische Park- und Gartenanlagen besonderen Herausforderungen gegenüber. Sterben zu viele Bäume, sind diese Denkmale in ihrem Bestand, ihrer Struktur, Gestaltungsidee und auch Schönheit gefährdet. Das Spannungsfeld zwischen Erhalt von historischer Substanz und Erscheinungsbild sowie Anpassung an den Klimawandel wird an diesen Orten besonders deutlich. Am Beispiel des Schlossparks Pillnitz und des Großen Gartens Dresden wurden übertragbare Lösungen für diese Krux gefunden.
Projektteam und Partner
Das Projektteam setzte sich aus Forschenden, Gartenfachleuten und Praktiker:innen zusammen und verteilte sich auf 4 Institutionen im Raum Dresden und Cottbus.