Burg Stolpen

Eine Festung aus Basalt
  • Burg Stolpen erhebt sich als Basaltveste auf einem erloschenen Vulkan.
  • Sie verfügt über den tiefsten Basaltbrunnen der Welt.
  • Für Gräfin Cosel, die berühmteste Mätresse Augusts des Starken, wurde Stolpen zum Schicksalsort und zur Grablege.
  • Zur Burganlage gehören auch eine Folterkammer, das sogenannte Hungerloch und zahlreiche Verliese.
  • Burg Stolpen bietet einen grandiosen Aussichtspunkt mit Fernsicht.

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Portrait Jens Gaitzsch Jens Gaitzsch


035973 23413
jens.gaitzsch(at) schloesserland-sachsen.de

Um 1200 als Stützpunkt des bischöflich-meißnischen Landesausbaus auf einem frei stehenden Basaltkegel angelegt, verblieb Burg Stolpen mit einer kurzen Unterbrechung bis 1559 im Besitz der Bischöfe von Meißen. Sie diente ihnen als Residenz, Verwaltungssitz, Gericht und Gefängnis. Unter Kurfürst August I. erfolgten im 16. Jahrhundert Um- und Erweiterungsbauten zum wehrhaften Schloss und schließlich zur Festung. Dazu gehörte auch die Errichtung einer beachtlichen Wasserkunstanlage in einem großen Tier- und Baumgarten. Die Festung wurde bis 1675 entsprechend der neuen wehrtechnischen Anforderungen nach Plänen des Oberlandbaumeisters Wolf Caspar von Klengel modernisiert. Weihnachten 1716 ließ Kurfürst Friedrich August I. (der Starke) seine ehemalige Mätresse Gräfin Anna Constantia von Cosel als Staatsgefangene in Stolpen inhaftieren. Hier blieb sie bis zu ihrem Tod 1765. Die abgelegene Lage, bauliche Vernachlässigung und Zerstörungen durch preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg hatten die militärische Bedeutung der Festung so weit gemindert, dass die Garnison Stolpen 1764 aufgelöst wurde. Natürlicher Verfall, gezielter Abriss und eine Sprengung durch napoleonische Truppen 1813 vervollkommneten den ruinösen Zustand. Nach umfangreichen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen dient die Burganlage seit 1874 als Museum.

 

 

 

 


Letzte Änderung: 25.08.2020

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