Schloss Nossen

Renaissance im Dornröschenschlaf
  • Vor 650 Jahren gehörte eine beheizbare Stube zu den wenigen Annehmlichkeiten der Burg.
  • Ein Geheimgang soll vom Schloss bergab an die Mulde führen. Die Suche war bislang erfolglos.
  • Die Hirschgeweihe, die einst den großen Saal schmückten, gehören inzwischen zur Ausstattung von Schloss Moritzburg.
  • 1813 plante Napoleon im Schloss Nossen die Rückeroberung Dresdens.

     

  • Ab 1877 diente Schloss Nossen als Hilfsstrafanstalt für das überfüllte Gefängnis in Zwickau.

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Portrait Peter Dänhardt Dr. Peter Dänhardt


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In seiner etwa 850-jährigen Geschichte diente Schloss Nossen als Ritterburg, Bischofsresidenz und wehrhafter Rückzugsort der Zisterziensermönche aus Altzella. Nach der Reformation übernahmen die sächsischen Landesherren Schloss und Herrschaft Nossen, um sie als Amt Nossen in die kurfürstliche Verwaltungsstruktur einzufügen. Anstelle der baufälligen mittelalterlichen Burg ließ Kurfürst August ein stattliches Renaissanceschloss als Jagd- und Reiselager errichten. Allerdings erwies sich Nossen bald als nicht mehr repräsentativ genug. Die Wettiner kehrten nur noch selten im Schloss ein. Die Anlage wurde zum verschlafenen Amtsschloss, in dem Amtshauptleute und Richter ihren Dienst versahen. Zur jüngeren Geschichte gehören kurze Episoden als Hilfsstrafanstalt und Heilanstalt. Seit über hundert Jahren gibt es im Schloss Nossen zudem Mietwohnungen, die bis heute sehr nachgefragt sind. Und wenn in wenigen Jahren endlich das neue Museum im Südflügel eröffnet wird, dürfte es mit dem Nossener Dornröschenschlaf endgültig vorbei sein.


Letzte Änderung: 25.08.2020
Autor: Peter Dänhardt