Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ´ne kleine Wanze

Für die einen ist es ein harmloser Kinderreim, für Museologen hingegen mitunter ein Ärgernis.

Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ´ne kleine Wanze … soweit so gut. Auf Schloss Rochlitz ist es jedoch nicht nur eine Wanze. Hier tummeln sich mitunter fünf, zehn oder gar zwanzig Exemplare auf engstem Raum. Vor allem im Frühling, wenn die Temperaturen zu steigen beginnen oder an noch sonnig-warmen Herbsttagen kommen sie aus Mauerritzen oder wo immer sie sich in den vielen – vor allem den noch unsanierten – Räumen des Schlosses verstecken.

Das war nicht immer so. Gab es hier vor sechs bis sieben Jahren noch keine Spur dieser kleinen Quälgeister, erschienen sie in den Folgejahre bis heute mit steigender Tendenz. Warum sich die einheimische Art erst jetzt das Schloss als Winterquartier ausgesucht hat, ist unklar.

Ach so, um was für Wanzen geht es denn eigentlich? Darf ich vorstellen: Rhaphigaster nebulosa oder Graue Gartenwanze aus der Familie der Baumwanzen, im Volksmund gerne auch Stinkwanze genannt. 

Kommt man nämlich in ihre Nähe, sondert die Graue Gartenwanze ein Sekret ab, das stark an den Geruch von Bittermandeln erinnert. Es ist ein Geruch, der auch bei sommerlichen Temperaturen die Umgebung in eine weihnachtlich anmutende Atmosphäre taucht. 

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Achtung Verwechslungsgefahr!


Letzte Änderung: 06.11.2024

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