Barockgärten in Böhmen. Kurzer geschichtlicher Abriss.

Kurzer geschichtlicher Abriss


Dobalová, Sylva


Die barocke Idee. Fürstliche barocke Sommerresidenzen. Tagungsband zur Tagung 13./14. Juni 2019 Barockgarten Großsedlitz, Online-Publikation 2022, S. 14-24.


10.08.2022


Die Landschaft im barocken Böhmen war keine „wilde Natur“, sondern wurde bereits ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich kultiviert. Die repräsentativen Gärten prägten eine Vielzahl von Einflüssen; unter anderem durch die unterschiedliche Herkunft der neuen Besitzer und deren Beziehung zu Wien. Im Gegensatz zu einer anspruchsvollen Landschaftsgestaltung, wurde eher das bestehende Relief genutzt, dramatisiert durch Skulpturen und architektonische Elemente. Die Hauptachsen waren auf entfernte Landmarken ausgerichtet, so dass die eingefassten Gärten zu einem Teil der böhmischen Barocklandschaft wurden.

The Bohemian Baroque landscape was neither ‘natural’ nor ‘wild’. Already by the second half of the 17th century such landscapes were essentially artificial. The design of these impressive gardens was influenced by many factors, such as the different origins of their new owners and their relationship to Vienna. Rather than creating an elaborate landscape design, the existing contours of the land were used and enhanced with sculptures and architectural features. Major axes were aligned with distant landmarks, thereby incorporating the enclosed gardens into the Bohemian Baroque landscape.


Letzte Änderung: 13.12.2019
Autor: Dobalová, Sylva

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