Die weiße Frau aus Rammenau

22. Türchen

Fünf knorrige Linden, eine vergessene Gruft und ein ruheloser Geist: Um den „Kleppsch“ (Kleppischberg) in Sichtweite des Rammenauer Schlosses rankt sich eine mystische Geschichte.

Der Sage nach ließ die frühere Rammenauer Schlossbesitzerin Friederike von Kleist auf dem „Kleppsch“ 1817 eine Familiengruft anlegen und mit fünf Linden als Symbol für eine wehmütig ersehnte Familie umranden. Da die Ehe kinderlos blieb, stand die Gruft viele Jahre leer.

 

 

Erst 1851 wurde eine Anverwandte der Schlossherrin mit großem Aufwand beigesetzt. Doch ganz allein in der Gruft fand die Muhme (alt für „Tante“) keine Ruhe. In mondlosen Nächten spukte ihr Geist durch Schloss und Park. Manch ein Rammenauer hatte unliebsame Begegnungen mit ihm. 1862 entschloss man sich daher, die Ruhelose zu exhumieren und auf dem Rammenauer Kirchhof zu beerdigen. Dort, neben ihrer Familie, fand sie endlich Frieden.

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Was steckt hinter der Sage?

Die Treppe zur anschließend zugeschütteten Gruft blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten. Wenn Dorfkinder zwischen den knorrigen Linden spielten, stellten sie sich vor, die Treppe führe in einen unterirdischen Gang bis zum Schloss. Später wurde sie vollständig verschüttet. Die Sage von der „weißen Frau von Rammenau“ hält sich aber bis heute: Zwischen den Linden soll man in Neumondnächten bisweilen noch ein unheimliches Wimmern vernehmen…

Mitmachen und Gewinnen

Hinter jedem Türchen unseres Adventskalenders haben wir einen Buchstaben versteckt. Aus ihnen lässt sich am Ende ein Lösungswort zusammensetzen. Gesucht ist ein Märchen. Habt ihr den Titel erraten? Dann macht mit beim Gewinnspiel!

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Letzte Änderung: 30.10.2026

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