Orangeure & Orangerien

Schloss und Park Pillnitz

6. Türchen

Im Schlosspark Pillnitz widmen sich zwei Orangeurinnen und ein Orangeur, der Kamelie, den Pflanzen in der Orangerie und im Palmenhaus.

Zitrusbäume, Palmen, Oleander, Lorbeer – etwa 500 Kübelpflanzen bereichern das Bild des Schlossparks Pillnitz. Ihre Pflege liegt in den Händen von Priska Lindenberg, Flora Jordan und Sandro Thomisch. Sie kennen jede Pflanze, wissen um ihre Geschichte, ihren Zustand, ihre Ansprüche. Gelehrt wird diese spezielle Aufgabe nicht – man wächst hinein mit Geduld, Erfahrung und täglicher Beobachtung.

 

Ein Umzug mit Fingerspitzengefühl

Im Oktober beginnt die Wintersaison – und damit ein logistisches Großprojekt. Drei Wochen lang ziehen die Kübelpflanzen zurück in die Orangerie. Dabei wird jede Pflanze geprüft: auf Schädlinge und auf Nährstoffbedarf. Mit Hebetechnik, Teamarbeit und genauem Plan füllen sich nun die beiden Seitenflügel und der Mittelteil des Gebäudes.

Jede Pflanze zählt

Auch im Winter brauchen die Pflanzen Aufmerksamkeit. Gießrhythmen werden angepasst, Erdproben analysiert, Schimmel und Trockenstress vermieden. Nur die Zitruspflanzen erhalten weiter Nährstoffe – alle anderen ruhen. Im Frühjahr folgt der Schnitt – behutsam und gezielt, mit Blick auf Wachstum und Licht. Die Freiluftsaison beginnt nach dem letzten Frost, wenn die Kübel in den Park kommen. Dann wird regelmäßig gedüngt, umgetopft oder umgekübelt und vor allem viel gegossen. Große Kübel erfordern Technik beim Transport und bei der Pflege, kleine das richtige Gespür beim Gießen.

Gärtnern mit Weitblick

Die drei Fachkräfte arbeiten im Hintergrund – doch ihr Wirken zeigt große Wirkung. Ihre Arbeit ist nicht laut, aber grundlegend. Sie erhalten lebendige Geschichte und gestalten blühende Zukunft. Mit Verantwortung, Wissen und einem feinen Sinn für das, was Pflanzen brauchen.


Letzte Änderung: 24.11.2025