Die gute Mäder

5. Türchen

In fast jedem Haushalt oder Betrieb gibt es eine Person, die als die gute Seele gilt. Es sind Menschen, die warmherzig sind, denen man sich anvertraut und auf die man sich immer verlassen kann. Ein solcher Mensch war Helene Mäder.

Helene Mäder, Jahrgang 1884, lebt und arbeitet viele Jahre auf der Burg und dem Rittergut Kriebstein. Ihre Arbeitgeberin ist die Familie von Arnim. Ohne Fräulein Mäder läuft im Haushalt gar nichts. Als Wirtschafterin schmeißt sie die Küche, leitet die Dienstmädchen an und kümmert sich um die Kinder. Davon gibt es vier, alles Mädchen. Für sie ist Helene Mäder wie eine zweite Mutter. Sie hilft bei den Schularbeiten, bereitet ihnen jeden Sonntag eigenhändig ein köstliches Müsli zum Frühstück zu und läuft den Kindern entgegen, wenn sie nach dem Klavierunterricht allein über den dunklen Burgberg hinauf zum Rittergut müssen. Niemand nennt sie Fräulein Mäder oder Helene, sie ist nur „die gute Mäder“.

 

 

Die Verbundenheit und das Vertrauen zwischen den von Arnims und Helene Mäder reicht noch weit darüber hinaus. Als die adlige Familie im Zuge der Bodenreform 1945 verhaftet und nach Rügen deportiert wird, vertraut man Helene Mäder das Leben des erst in den letzten Kriegstagen geborenen Babys Erik an, um ihn zu retten. In ihrem Heimatort Gnandstein sorgt sie so lange für das Kind, bis es die Mutter nach ihrer Flucht wohlbehalten abholen kann.

Mitmachen und Gewinnen

Hinter jedem Türchen unseres Adventskalenders haben wir einen Buchstaben versteckt. Aus ihnen lässt sich am Ende ein Lösungswort zusammensetzen. Habt ihr es erraten? Dann macht mit beim Gewinnspiel!

Klickt auf das Fragezeichen, um den Buchstaben zu erhalten:


Letzte Änderung: 24.11.2025