Hinter den Kulissen: Die unsichtbaren Bediensteten
18. Türchen
Im Schloss Weesenstein lebten nicht nur Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen, sondern auch hunderte, wenn nicht tausende Bedienstete. Obwohl sie im Schatten der adeligen Bewohner standen, waren sie für ihren Alltag unverzichtbar. Sie hielten nicht nur das Schloss am Laufen, sondern bewirteten Gäste, organisierten Feste und richteten sich nach der Etikette.
Die königliche Familie stand in der Gesellschaft ganz oben. Doch die Pflege ihrer Schlösser und Körper übernahmen einfache Menschen. Über diese vergessenen Persönlichkeiten wissen wir nur wenig. Bei einem Aufenthalt der Familie von Prinz Johann im Frühjahr 1841 im Schloss Weesenstein waren es 79 Personen.
Außerdem ist da noch der Stubenheizer Franz Kurze, er heizt in der kalten Jahreszeit die Öfen ordentlich ein. Die Kammerzofe Jeanette Kühnel leert die Toilettenstühle und Nachttöpfe aus. Denn auch der König ist nur ein Mensch…
Wo wohnten die Diener?
Das Schloss: Lebensort vieler Menschen
Schlösser waren Orte der Politik, des Prunks, der Freude und der Trauer. Sie erinnern aber auch an Arbeit, Schmutz, Schweiß und Gestank. Im Schloss Weesenstein teilten sich viele unterschiedliche Menschen ihren Lebensraum. Das Schloss war nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihr Arbeitsort. Hier lagerte man Lebensmittel und stellte Wasser für viele Zwecke bereit. Hier kochte, putzte, servierte und wusch man. Alle Schlossarbeiter brauchten einen Platz zum Essen und Schlafen, zur Unterhaltung und Hygiene.
Auch heute noch ist das Schloss ein kleiner Kosmos mit vielen verschiedenen Menschen, die hier arbeiten und auch leben. Hier kann man einige von ihnen kennenlernen:
Der Osten - Entdecke wo du lebst: Schloss Weesenstein – Perle aus Sachsens Krone - hier anschauen
Letzte Änderung: 24.11.2025



