Brandgefahr und Feuerschutz

16. Türchen

Brände sind eine zeitlose Gefahr und existenzielle Bedrohung. Für Höhenburgen gingen sie vor allem von Blitzschlag, offenem Feuer auf dem Herd und zum Heizen sowie gelegentlich von feindlichen Angriffen aus. Für den Schutz dieser Bauten setzten und setzen sich verschiedene Personen ein.

Um Burgen und Schlösser kümmerten sich jahrhundertelang Verwalter. Sie waren auch für den Brandschutz zuständig. Dieser obliegt heute dem Facility Manager. Denn der Brandschutz hat sich gewandelt. Niemand muss sich mehr darum bemühen, dass mit beginnender Gewitterzeit die Löschwasserfässer in den Dachstühlen gefüllt werden. Oder dass bei Gewittergefahr mit einem Kanonenböller alle Garnisonssoldaten rechtzeitig auf die Festung gerufen werden.

 

Doch das Prinzip ist geblieben: Nur schnelles Eingreifen hilft. Heute nennt man das die Interventionszeit. An die Stelle des personellen Brandschutzes ist komplexe Technik getreten. Und die muss nun regelmäßig kontrolliert, überprüft und gewartet, repariert und zuweilen zertifiziert oder auch erneuert werden. Nicht zu vergessen: die laufenden Dokumentationen. Das will gemanagt sein. Gern übersehen wir dabei, das heute von der eingebauten Technik gleichfalls eine nicht unerhebliche Brandgefahr ausgeht.

 

 


Letzte Änderung: 24.11.2025