Der Kunstgärtner Ludwig Arlt
10. Türchen
… verdient im Jahr 1838 162 Taler. Er hat auch im Winter viel im Garten des Schlosses Weesenstein zu tun. Sein Arbeitsvertrag beinhaltet viele Paragraphen. Auch heute pflegen die Schlossgärtner den kleinen Park mit viel Liebe und Sachverstand. Seit diesem Jahr gibt es sogar einen Küchengarten, in dem Zwiebeln, Gurken, Mangold, Rote Beete, Spinat, Melonen und sogar Senf reifen.
Ludwig Arlt beaufsichtigt den Lust- und Gemüsegarten, Glashäuser, Obstbäume und Promenaden. Dabei achtet er für den Schlossbesitzer, Herzog Johann von Sachsen, auf Verschönerungen, Instandhaltungen und Kostenersparnis. Er führt Inventarverzeichnisse über Bäume, Gewächse und Gartengeräte. Zu seinem Gehalt bekommt er freie Wohnung und Feuerungsmaterial, dazu 2 Scheffel Weizen, 16 Scheffel Korn, 4 Scheffel Gerste und 52 Kannen Butter.
Gehaltserhöhungen gibt es bei Geburtstagsjubiläen oder Geburten von Kindern seines Dienstherrn. Er darf ein bis zwei Kühe halten. Ihren Dung muss er aber für den fürstlichen Garten abgeben! Eigenes Gemüse darf er in einem kleinen Bereich anbauen. Seinem Arbeitgeber sind ein ordentlicher Lebenswandel, Verschwiegenheit und das Meiden politischer und religiöser Diskussionen wichtig. Darüber legt er einen Eid ab.
Strenge Regeln
Bestallung und Instruction
Letzte Änderung: 24.11.2025


