Kostbarkeiten aus Stroh

 

Das Fasanenschlösschen beherbergt eine kleine, aber sehr hochwertige Sammlung an kunsthandwerklichen Objekten aus Stroh. Anlass war die Restaurierung und die Erforschung der einzigartigen Strohtapete aus der Zeit um 1775 im Fasanenschlösschen Moritzburg. Im 18. Jahrhundert erlebte die Herstellung von Strohmarquetterien bzw. Strohintarsien in ganz Europa eine Blütezeit. Ganze Möbelstücke, meist aber kleine Schachteln, erhielten fantasievolle Einlegearbeiten von gefärbtem Stroh. Dieses ursprünglich aus Italien stammende Kunsthandwerk erlebte Ende des 18. Jahrhunderts vor allem in Frankreich einen Höhepunkt. Nicht selten wanderten kunstvoll verzierte Kleinmöbel in fürstliche Kunst- und Raritätenkammern. Nur weniges hat sich von diesem hoch gehandelten, aber sehr vergänglichen Material bis heute erhalten. Im 19. Jahrhundert fanden die kleinen Galanteriewaren, wie Fächer, Nähetuis oder Briefbehältnisse eine breitere Kundschaft. Zigarettenbüchsen und Brillenetuis erfreuten auch die Herren.

Die Strohobjekte auf museum-digital


Letzte Änderung: 27.08.2020