Eventmanagement zu Augusts Zeiten

7. Türchen

August der Starke liebte Feste. Ob Kostüm- und Maskenbälle, Jagdfeierlichkeiten, Geburtstage oder pompöse Hochzeiten. Und wie es sich für den Kurfürst von Sachsen und König von Polen gehört, sind die Feierlichkeiten bei August dem Starken besonders aufwändig.

Das macht auch die Organisation sehr schwierig. Wird also gefeiert, bedeutet das viel Planung. Wer reist wann an? Manche Gäste müssen schließlich gebührend empfangen werden. Wo bringt man das Dienstpersonal unter? Denn nicht alle können im Schloss wohnen und müssen in den umliegenden Ortschaften einquartiert werden. Und reisen Gäste zwischenzeitlich ab oder an?

 

Auch um Jagden muss sich gekümmert werden, so ein kapitaler Hirsch schießt sich schließlich nicht von allein. Außerdem müssen die Mahlzeiten geplant werden. Wer sitzt wo? Was gibt es zu essen? Und welche Nahrungsmittel braucht es dafür? Und natürlich darf das Vergnügen nicht fehlen: Am Abend wird Musik und Theater dargeboten, es werden Karten und Billiard gespielt. Manchmal gibt es sogar ein Feuerwerk.

Und auch wenn August manches selbst plant, ist all das nur durch die vielen Bediensteten des Herrschers möglich. Sie agieren im Hintergrund und sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft. Sie steigern damit das Ansehen des Kurfürsten, denn die Feierlichkeiten sind ein Symbol der Macht und des Reichtums von August und dem Kurfürstentum Sachsen.

 

Nachweis zum Titelbild: Un Déjeuner de chasse (1728) von Jean-François de Troy, © 2015 RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Franck Raux, collections.louvre.fr/ark:/53355/cl010061192


Letzte Änderung: 24.11.2025