Skulptur auf Kur
22. Türchen
Verschmutzt und rissig – wer kümmert sich eigentlich, wenn ein Kunstobjekt nicht (mehr) fit für die Ausstellung ist?
Auch Museumsobjekte haben ihre Probleme. Kein Wunder, denn viele sind mehrere hundert Jahre alt. Wie es den Objekten geht, behalten Museologinnen und Restauratorinnen im Blick. Stellen Sie ein Leiden fest, leisten sie erste Hilfe – oder geben das Objekt in ein speziell ausgestattetes Restaurierungsatelier: auf „Kur“.
So erging es auch der ca. 500 Jahre alten Skulptur des Heiligen Petrus aus der Sammlung Groß in der Burg Gnandstein. Beim Rundgang stellten unsere Restauratoren fest, dass den „Heiligen Petrus“ einige altersbedingte Sorgen plagen. Seine Bemalung haftete nicht mehr fest genug und ging stückchenweise verloren. Sein Körper aus Holz wurde rissig und war durch gefräßige Insekten und frühere Behandlungen geschwächt. Staub lagerte sich ab. Bei einem Alter von über 500 Jahren und mehreren Überarbeitungen im Laufe dieser Zeit kann man ihm da keinen Vorwurf machen. Eine Rundumpflege war nötig.
Im Restaurierungsatelier wurden die gelockerten Farb- und Goldschichten mit speziellen historischen Leimen wieder befestigt, vergilbte Überarbeitungen abgenommen und fehlende Farbbereiche ergänzt. Die Oberfläche wurde sanft von Schmutz befreit und gelockerte Holzteile wieder fixiert. Wenige farbergänzende Retuschen geben Petrus wieder eine frischere Ausstrahlung. So kann man ihn nun wieder fit in der Dauerausstellung bewundern.
Ist alles Gold, was glänzt?
Und so läuft eine Vergoldung im einzelnen ab:
Letzte Änderung: 12.02.2026







